Wärmepumpe: Förderung von Stadt und Land 2026, und wann sie sich neben der KfW lohnt

Stand: 9. Oktober 2026, geprüft nach der BEG-Reform vom 21.07.2026. Programme von 29 Städten und allen Bundesländern am selben Tag auf den Seiten der Förderträger geprüft

Paar sitzt am Küchentisch mit Unterlagen, Laptop und Taschenrechner, durch das Fenster ist ein historisches Rathaus zu sehen
KI-generiertes Symbolbild

Wer eine Wärmepumpe plant, hört oft: „Schauen Sie mal, ob Ihre Stadt noch etwas dazugibt.“ Im Oktober 2026 lautet die ehrliche Antwort meistens nein. Von 29 großen Städten, die wir geprüft haben, nehmen nur München und Mannheim uneingeschränkt neue Anträge für eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus an. Hamburg fördert mit einem wichtigen Ausschluss, Stuttgart hat sein Geld für 2026 verteilt, Köln, Berlin, Bremen und viele andere haben ihre Programme eingestellt. Und selbst wo es Geld gibt, bringt es nicht jedem etwas: Bund und Stadt zusammen dürfen höchstens 60 Prozent der Kosten übernehmen. Wer von der KfW schon 80 Prozent bekommt, verliert mit dem Stadtzuschuss sogar bis zu 5.600 Euro. Dieser Ratgeber zeigt den Stand je Stadt und rechnet vor, für wen sich der zweite Antrag lohnt.

Die Lage im Oktober 2026: die meisten Programme sind zu

Vor zwei Jahren gab es in vielen Großstädten noch einen Aufschlag zur Bundesförderung. Seitdem haben Haushaltskürzungen und die hohe Nachfrage die Töpfe geleert. Diese Tabelle zeigt, was die Städte selbst auf ihren Seiten schreiben (Stand 9. Oktober 2026, Ein- und Zweifamilienhaus):

StadtProgrammFür die WärmepumpeStand
MünchenFörderprogramm Klimaneutrale Gebäude15 % der förderfähigen Kosten, im Einfamilienhaus höchstens 4.200 €; Erdwärme und Grundwasser zusätzlich bis 9.000 €läuft, aber nicht zusammen mit Klima- oder Einkommensbonus
HamburgIFB Hamburger Heizungsförderung20 %, höchstens 9.000 €läuft mit langen Bearbeitungszeiten; nicht bei Anspruch auf Klima- oder Einkommensbonus
MannheimHeizungserneuerung 202630 % der Kosten minus KfW-Zuschuss, höchstens 3.000 €; mit Einkommensnachweis 50 %, höchstens 4.000 €läuft, mit Online-Vorprüfung
StuttgartStuttgarter Heizungsprogramm300 € je kW HeizleistungAnträge möglich, Geld für 2026 ausgeschöpft, Auszahlung ab 2027
Hannover und fünf UmlandstädteproKlima5 %, höchstens 1.500 € (Erdwärme 2.500 €), dazu Boninur noch bis 31. Oktober 2026, Budget fast ausgelastet
DortmundFörderung der Nutzung von Geothermie15 %, höchstens 10.000 €, nur Erdwärmeläuft
PotsdamKlimaschutzförderrichtlinie2.000 € pauschalderzeit keine Anträge möglich
DüsseldorfKlimafreundliches Wohnen und ArbeitenProgramm wird überarbeitetderzeit keine Anträge möglich
MünsterKlimafreundliche Wohngebäude3.000 € pauschalAntragsschluss war der 30. Juli 2026, Neuauflage für 2027 angekündigt
FreiburgKlimafreundlich Wohnenhöchstens 1.000 €Mittel 2026 ausgeschöpft, Baustein Heizung nicht mehr beantragbar
BraunschweigFörderprogramm regenerative Energienbis 1.000 €, Erdwärme bis 4.000 €für 2026 ausgeschöpft
KölnKlimafreundliches Wohnenkein Zuschuss mehrkeine Neuanträge seit 27. August 2024
BerlinEffiziente GebäudePLUSkein Zuschuss mehrkeine Anträge seit 19. Dezember 2023
BremenHeizungstauschkein Zuschuss mehrausgelaufen, Anträge waren bis 31. August 2025 möglich
Aachen, Karlsruhe, Heidelberg, Frankfurt, Essenverschiedenekeine Förderung für die Wärmepumpeeingestellt oder nie für Heizungen gedacht
Leipzig, Dresden, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Kiel, Lübeckkeineskein städtisches Wärmepumpen-ProgrammStädte verweisen auf die Bundesförderung

Auf Landesebene sieht es nicht besser aus. Kein Flächenland zahlt im Oktober 2026 einen eigenen Zuschuss für die Wärmepumpe im privaten Bestandsgebäude. Nordrhein-Westfalen fördert Erdwärmesonden über progres.nrw nur noch in Häusern mit mindestens drei Wohnungen, Sachsen hat sein Programm Energie und Klima seit dem 1. Juni 2026 vorläufig gestoppt, mehrere Länder bieten nur zinsgünstige Darlehen. Hamburg, Berlin und Bremen sind Stadt und Land zugleich und stehen deshalb oben in der Tabelle.

Kleine Beträge gibt es manchmal noch von Stadtwerken. Die infra fürth zahlt 400 Euro beim Umstieg von Öl oder Gas auf eine Wärmepumpe, Antrag vor der Beauftragung. Die N-ERGIE in Nürnberg gibt Bestandskunden bis zu 900 Euro, allerdings vor allem als Herstellerzuschuss für bestimmte Marken über ihre Partnerbetriebe. Die STAWAG in Aachen zahlt bis zu 1.000 Euro, aber nur, wenn Sie die Wärmepumpe bei der STAWAG kaufen und dort Strom und Gas beziehen. Solche Angebote sind eher Kundenbindung als Förderung. Rechnen Sie sie nicht als Grund für einen bestimmten Anbieter ein, bevor Sie Vergleichsangebote haben.

Die 60-Prozent-Grenze: warum Stadtgeld oft nichts bringt

Der wichtigste Satz für jeden, der zwei Zuschüsse kombinieren will, steht in Nummer 8.6 der Förderrichtlinie des Bundes. Sinngemäß: Kombinieren Sie die KfW-Förderung mit anderen öffentlichen Mitteln, dürfen alle zusammen höchstens 60 Prozent der geförderten Kosten betragen. Wird die Grenze überschritten, wird nicht der Stadtzuschuss gekürzt, sondern der Anteil des Bundes, und Sie müssen das zu viel gezahlte Geld an die KfW zurückzahlen. Das KfW-Merkblatt 458 (Stand 09/2026) sagt dasselbe.

Gleichzeitig zahlt die KfW allein schon mehr als 60 Prozent, wenn Sie Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus bekommen. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent, der Klimabonus 16 Prozent, der Einkommensbonus je nach Einkommen 10, 30 oder 40 Prozent. Gedeckelt wird bei 80 Prozent bis 30.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen und bei 70 Prozent darüber. Gefördert werden höchstens 28.000 Euro Kosten für die erste Wohnung. Daraus folgt eine einfache Regel:

Ihr KfW-FördersatzWie viel Platz bis 60 %Was ein Stadtzuschuss bringt
30 % (keine Boni)30 Prozentpunkte, bis 8.400 €voller Zuschuss, hier lohnt sich der zweite Antrag
40 % (nur Einkommensbonus 10 %)20 Prozentpunkte, bis 5.600 €meist der volle Zuschuss
46 % (nur Klimabonus)14 Prozentpunkte, bis 3.920 €höchstens ein Teil, in München und Hamburg gar nichts
56 % und mehr4 Prozentpunkte oder wenigerkaum etwas
über 60 %keinerVerlust: die KfW kürzt auf 60 %

Die Städte wissen das. Stuttgart schreibt in seinen häufigen Fragen offen, dass es sich deshalb „meistens nicht“ lohne, zusätzlich zur KfW die städtische Förderung zu nehmen. München und Hamburg schließen Haushalte mit Klima- oder Einkommensbonus gleich ganz aus, Mannheim zieht den KfW-Zuschuss von seinem eigenen Satz ab. Das Stadtgeld ist also vor allem für Haushalte gedacht, die beim Bund nur die Grundförderung bekommen: höheres Einkommen und eine Heizung, für die es keinen Klimabonus gibt, etwa eine Gas-Zentralheizung, die jünger als 20 Jahre ist. Welche Heizungen den Klimabonus bringen, steht im Ratgeber Heizungsförderung 2026, die Einkommensstufen erklärt Einkommensbonus bei der Wärmepumpe.

Rechenbeispiel: drei Haushalte, fünf Städte

Nehmen wir eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 9 Kilowatt im Einfamilienhaus, Komplettpreis 30.000 Euro. Die KfW fördert davon höchstens 28.000 Euro.

Haushalt A: Gas-Zentralheizung 15 Jahre alt, Einkommen über 50.000 Euro. Kein Klimabonus, kein Einkommensbonus, also 30 Prozent oder 8.400 Euro von der KfW.

StadtStadtzuschussKfW plus StadtIhr Eigenanteil
ohne Stadtprogramm0 €8.400 €21.600 €
München (15 % von 28.000 €)4.200 €12.600 €17.400 €
Hamburg (20 %, wenn die IFB alle 30.000 € anerkennt)bis 6.000 €bis 14.400 €ab 15.600 €
Mannheim, Basisförderung (30 % von 30.000 € minus 8.400 €)600 €9.000 €21.000 €
Mannheim, mit Einkommensnachweis (50 % minus 8.400 €, gedeckelt)4.000 €12.400 €17.600 €
Stuttgart (9 kW mal 300 €, Auszahlung erst 2027)2.700 €11.100 €18.900 €

Für Haushalt A lohnt sich der zweite Antrag also klar, in München und Hamburg um mehrere tausend Euro. Achtung bei Mannheim: Die höhere Plus-Förderung hängt an einer eigenen Einkommensgrenze der Stadt, dem Gesamtbetrag der Einkünfte (58.500 Euro für eine Person, 68.000 Euro für zwei, plus 9.500 Euro je weiterer Person). Das ist eine andere Größe als das zu versteuernde Einkommen der KfW.

Haushalt B: Gas-Zentralheizung 22 Jahre alt, Einkommen über 50.000 Euro. Die KfW gibt 46 Prozent, also 12.880 Euro. In München müssten Sie auf den Klimabonus verzichten, um die 15 Prozent der Stadt zu bekommen, und hätten dann 30 plus 15 gleich 45 Prozent oder 12.600 Euro. Das sind 280 Euro weniger als mit der KfW allein. In Hamburg sind Sie wegen des Anspruchs auf den Klimabonus ausgeschlossen. In Mannheim bleibt bei der Basisförderung nichts übrig (9.000 Euro minus 12.880 Euro), mit Einkommensnachweis wären es 2.120 Euro. In Stuttgart passen die 2.700 Euro noch unter die 60-Prozent-Grenze.

Haushalt C: dieselbe alte Gasheizung, Einkommen bis 30.000 Euro. Die KfW zahlt den Höchstsatz von 80 Prozent, 22.400 Euro. Nehmen Sie jetzt auch nur einen Euro Stadtzuschuss, greift die Kumulierungsgrenze, und die KfW kürzt ihren Anteil auf 60 Prozent der geförderten Kosten, also 16.800 Euro. Im schlechtesten Fall fehlen Ihnen 5.600 Euro, und der Stadtzuschuss gleicht das nicht aus. Haushalt C stellt keinen zweiten Antrag.

Ihren eigenen KfW-Satz rechnet unser Förder-Check in einer Minute aus. Liegt er bei 30 oder 40 Prozent, lohnt sich der Blick auf Ihre Stadt. Liegt er über 60 Prozent, können Sie sich die Suche sparen.

Die Reihenfolge der Anträge entscheidet

Die meisten Fehler passieren nicht bei der Höhe, sondern beim Zeitpunkt. Die KfW verlangt einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit Förderklausel, dann den Antrag, dann den Beginn der Arbeiten. Die Städte haben eigene Regeln, und die passen nicht immer zur KfW:

StadtWann der Stadtantrag gestellt sein muss
Münchenvor dem Auftrag. Beauftragen dürfen Sie erst nach der Mitteilung im Förderportal, dass die Maßnahme beauftragt werden darf, oder mit einem Vertrag, dessen Bedingung sich ausdrücklich auf die städtische Förderung bezieht. Einen KfW-Antrag müssen Sie zusätzlich stellen.
Hamburgvor Beginn des Vorhabens gestellt und bewilligt. Ein Vertrag vorher ist erlaubt, wenn er unter der Bedingung von KfW-Bescheid und IFB-Bewilligung steht.
Mannheimerst Online-Vorprüfung, dann Antrag mit Liefervertrag unter Bedingung und KfW-Zusage. Die Arbeiten vor Ort dürfen noch nicht begonnen haben.
Stuttgartvor Beginn. Mit KfW-Förderung gilt als Beginn der Tag vier Wochen nach der Zusage des Bundes.
Hannover (proKlima)mit KfW-Antrag spätestens vier Wochen nach dem KfW-Bescheid, in jedem Fall bis 31. Oktober 2026

Unser Rat für München und Hamburg: Lassen Sie sich vom Heizungsbauer einen Vertrag aufsetzen, dessen Bedingung beide Förderungen nennt, also die KfW-Zusage und die Bewilligung der Stadt. Dann stellen Sie zuerst den Antrag bei der Stadt und danach bei der KfW, beide vor dem ersten Handgriff im Heizungskeller. Wie der KfW-Antrag Schritt für Schritt läuft, zeigt der Ratgeber KfW-Antrag für die Wärmepumpe.

Die Bedingungen, an denen Anträge scheitern

Neben der 60-Prozent-Grenze haben die laufenden Programme eigene Hürden, die über die KfW hinausgehen. Die wichtigsten:

München verlangt einen Sanierungsfahrplan. Bei Antragstellung muss ein individueller Sanierungsfahrplan vorliegen, der das Haus bis spätestens 2035 auf den Standard Effizienzhaus 55 oder besser bringt, und die Wärmepumpe muss darin vorkommen. Für ein unsaniertes Haus aus den 1960er Jahren ist das ein großes Versprechen. Wo Fernwärme liegt oder möglich ist, fördert München keine Wärmepumpe.

Hamburg will mehr Effizienz als der Bund. Die IFB verlangt eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,1 (die KfW 3,0), einen Meisterbetrieb aus der Handwerksrolle und bei Luft-Wärmepumpen ein Außengerät, das mindestens 5 Dezibel unter dem EU-Grenzwert liegt. Unklar ist ein Detail: Die Webseite schließt aus, wer Anspruch auf Klima- oder Einkommensbonus hat, die Produktinformation spricht von „erhalten“. Klären Sie das vor dem Antrag mit der IFB, wenn Sie bewusst auf einen Bonus verzichten wollen.

Stuttgart und Hannover setzen eigene Technikgrenzen. Stuttgart verlangt bei Luft-Wasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von 3,5 und fördert nur die erstmalige Umstellung auf erneuerbare Wärme. proKlima in Hannover fördert Luft-Wasser-Wärmepumpen nur mit natürlichem Kältemittel und einer Auslegung auf höchstens 55 Grad Vorlauf.

Mannheim verlangt Ökostrom und liegt außerhalb der Fernwärme. Gefördert wird nur außerhalb der Fernwärmegebiete, mit Ökostromtarif und hydraulischem Abgleich. Wer für dieselbe Maßnahme den Steuerbonus nach § 35c nutzt, ist ausgeschlossen, wie bei der KfW auch.

Welche technischen Bedingungen die KfW selbst stellt, von der Lärmgrenze bis zur digitalen Schnittstelle, steht als Checkliste im Ratgeber Förderfähige Wärmepumpe 2026.

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So finden Sie heraus, ob Ihre Gemeinde etwas zahlt

Kleinere Städte und Landkreise haben manchmal eigene Programme, die in keiner Übersicht stehen. So suchen Sie gezielt:

Erstens die Klimaschutzseite Ihrer Stadt. Suchen Sie nach „[Ihre Stadt] Förderrichtlinie Heizung“ oder fragen Sie bei der Klimaschutzleitstelle oder Energieagentur nach. Viele Programme laufen nicht unter dem Wort Wärmepumpe, sondern unter Heizungstausch, Klimaschutz oder erneuerbare Wärme.

Zweitens den FördermittelCheck von co2online. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft sucht per Postleitzahl auch nach Programmen von Kommunen und Stadtwerken, Leipzig und Lübeck verweisen offiziell darauf. Die Einträge können veraltet sein. In unserer Prüfung verlinkte ein Eintrag noch auf eine Mannheimer Richtlinie, die es so nicht mehr gibt. Öffnen Sie deshalb immer die Seite der Stadt selbst.

Drittens die Förderdatenbank des Bundes. Für Bund, Länder und EU ist sie die verlässlichste Quelle, Programme einzelner Städte führt sie aber nicht. Wählen Sie Ihr Bundesland, als Förderberechtigte „Privatperson“ und als Bereich „Energieeffizienz und Erneuerbare Energien“.

Wenn Sie ein Programm gefunden haben, prüfen Sie drei Dinge, bevor Sie Zeit hineinstecken: das Datum der Richtlinie, ob es einen Antragsstopp oder eine Förderampel gibt, und ob der Antrag vor der Auftragsvergabe gestellt werden muss. Gerade der Antragsstopp steht oft nicht in der Richtlinie, sondern nur auf der Antragsseite.

Warten auf 2027: lohnt sich das?

Münster, Freiburg, Braunschweig und Karlsruhe kündigen für 2027 eine Neuauflage an, Stuttgart will ab 2027 wieder auszahlen. Für Haushalt A aus dem Rechenbeispiel kann sich Abwarten deshalb lohnen, aber nur bis zu einer Grenze. Die Bundesförderung sinkt ab dem 1. Februar 2027: Die förderfähigen Kosten für die erste Wohnung fallen alle sechs Monate um 750 Euro, und der Klimabonus wird schrittweise kleiner. Bei 30 Prozent Grundförderung kosten Sie die ersten 750 Euro weniger förderfähige Kosten 225 Euro Zuschuss. Ein Stadtprogramm über 1.000 bis 3.000 Euro wiegt das auf, wenn es tatsächlich kommt und Sie rechtzeitig einen Platz bekommen. In Braunschweig war der Topf 2025 schon im Juni leer.

Wer dagegen einen Klimabonus bekommt, verliert durch das Warten mehr, als eine Stadt in der Regel dazugibt. Den genauen Fahrplan der Kürzungen finden Sie im Ratgeber Förderung sinkt ab 2027. Und eine funktionierende Heizung, die im Winter ausfällt, lässt Ihnen ohnehin keine Wahl.

Häufige Fragen

Kann man KfW-Förderung und städtische Förderung kombinieren? Ja, grundsätzlich schon. Bund und Stadt dürfen zusammen aber höchstens 60 Prozent der geförderten Kosten zahlen. Liegt Ihr KfW-Satz schon darüber, kürzt die KfW ihren Anteil, und Sie stehen schlechter da als ohne Stadtgeld.

Gibt es in München noch Förderung für die Wärmepumpe? Ja, 15 Prozent der förderfähigen Kosten, im Einfamilienhaus also höchstens 4.200 Euro, für Erd- und Grundwasserwärmepumpen zusätzlich bis zu 9.000 Euro. Ausgeschlossen sind Haushalte, die bei der KfW Klima- oder Einkommensbonus beantragen, und Sie brauchen einen Sanierungsfahrplan.

Was zahlt Hamburg für eine Wärmepumpe? Die IFB zahlt 20 Prozent, höchstens 9.000 Euro je Einfamilienhaus, aber nicht an Haushalte mit Anspruch auf Klima- oder Einkommensbonus der KfW. Wer eine funktionierende Öl- oder Gasheizung tauscht, fällt damit meist heraus.

Gibt es in NRW Landesförderung für Wärmepumpen? Für Ein- und Zweifamilienhäuser nicht. progres.nrw fördert Erdwärmesonden nur noch in Bestandsgebäuden mit mindestens drei Wohnungen.

Warum gibt meine Stadt nichts mehr dazu? Meist wegen der Haushaltslage. Köln schreibt das offen, Aachen hat sein Programm per Ratsbeschluss beendet. Dazu kommt die Logik der Bundesförderung: Weil die KfW für viele Haushalte schon mehr als 60 Prozent zahlt, könnten viele Städte ohnehin nur noch einem Teil der Antragsteller helfen.

Muss ich die Förderung der Stadt vor der KfW beantragen? In München ja, dort gilt „Antrag vor Auftrag“. In Mannheim und Stuttgart setzt die Stadt dagegen auf die KfW-Zusage auf. Lesen Sie die Reihenfolge in der Richtlinie Ihrer Stadt, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.

Zählt ein Zuschuss der Stadtwerke auch zur 60-Prozent-Grenze? Das hängt davon ab, ob es öffentliche Mittel sind. Die KfW-Richtlinie spricht von anderen öffentlichen Fördermitteln. Ein reiner Kundenrabatt eines Energieversorgers ist das in der Regel nicht, ein Programm im Auftrag der Stadt kann es sein. proKlima in Hannover schreibt ausdrücklich, dass seine Mittel als öffentliche Mittel zählen. Fragen Sie im Zweifel beim Anbieter nach.

Quellen: Richtlinie BEG EM vom 17.08.2026 (BAnz AT 27.08.2026 B1), Nummern 8.3 und 8.6; KfW, Merkblatt Heizungsförderung für Privatpersonen (458), Stand 09/2026; Landeshauptstadt München, Richtlinie Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude, gültig ab 28.09.2026; IFB Hamburg, Programmseite Wärmepumpen und Produktinformation Erneuerbare Wärme (gültig ab 01.02.2025); Stadt Mannheim, Richtlinie Heizungserneuerung 2026 (Stand 11.12.2025); Stadt Stuttgart, Stuttgarter Heizungsprogramm (Seite Stand 06.08.2026, Richtlinie ab 01.05.2026); proKlima, Förderprogramm 2026 Version 1.4; Stadt Dortmund, Geothermie-Förderung; Landeshauptstadt Potsdam, Antragsseite Klimaschutzförderprogramm; Programmseiten der Städte Düsseldorf, Köln, Münster (mit Pressemitteilung vom 17.07.2026), Freiburg, Braunschweig, Karlsruhe (Pressemitteilung vom 06.05.2026), Aachen (Pressemitteilung vom 02.04.2026), Frankfurt, Heidelberg, Essen; IBB Berlin; Senatorin für Umwelt Bremen und BAB; infra fürth, N-ERGIE, STAWAG; Förderdatenbank des Bundes; progres.nrw (MB.NRW 2026 Nr. 40); SAB Sachsen. Alle abgerufen am 09.10.2026. Kommunale Programme ändern sich oft kurzfristig, Töpfe können jederzeit leer sein. Prüfen Sie den aktuellen Stand beim Förderträger. Alle Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Richtlinien und Ihr Bescheid. Lesen Sie auch: Was kostet eine Wärmepumpe?